HTTP2Mail versendet und empfängt eMails via HTTP. Dabei umgeht die Mailumleitung die üblichen Protokolle POP und SMTP sowie deren zugeordnete Ports.
In einer gesicherten Umgebung, etwa in einem Unternehmen oder auch im Hotel, sind mitunter die Standard-Ports für eMails aus Sicherheitsgründen blockiert. HTTP2Mail umgeht diese Blockade und leitet die entsprechenden Ports (Port 25 SMTP für das Senden und Port 110 POP für den Empfang) um, so dass sie über Port 80 funktionieren.
Diese Ports sind für das Surfen im Web gedacht und in der Regel in jeder Umgebung geöffnet. Um die Umleitung einzurichten, ist allerdings der Zugriff auf einen eigenen Webserver notwendig. Der muss in der Lage sein, PHP-Skripte (ab PHP4) auszuführen und wird künftig quasi als Strohmann verwendet. Während der Installation von HTTP2Mail passt die Anwendung auf dem PC bereits vorhandene Mailkonten von Outlook (Express), Mozilla (Thunderbird) sowie Windows (Live) Mail an. Die Konten anderer Mailprogramme lassen sich natürlich auch anpassen, hier ist allerdings Handarbeit gefragt - das Handbuch erklärt wie's funktioniert.
Ein wenig Fachwissen kann bei der Anwendung von HTTP2Mail nicht schaden - schließlich wollen ja auch Skripte auf den eigenen Webserver kopiert werden. Der Umfang des notwendigen Fachwissens hält sich allerdings in Grenzen, und so tut HTTP2Mail mit überschaubarem Aufwand gute Dienste, wenn man denn unbedingt das eigene Mailprogramm in fremden Netzen nutzen muss.
+ Pro
- Ermöglicht Mailen in gesicherter Umgebung
- Einrichtungsassistent
- Ausführliche Anleitung
- Contra
- Eigener Webserver mit PHP4+ notwendig
- Etwas Fachwissen durchaus hilfreich
Einschränkungen von HTTP2Mail
6 Testtage à 2 Programmstarts