Wav umwandlen

AAC steht für Advanced Audio Coding und ist ein Dateiformat zur verlustbehafteten Speicherung von Audiodaten, allem voran Musikdateien. Es wurde bekannt durch die Verbreitung über bekannte Musikdienste, zum Beispiel Apples iTunes oder RealNetworks. Entwickelt wurde AAC von der Moving Picture Experts Group (MEPG), einer Kooperation von Industriefirmen und Forschungsinstituten, die an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Dateiformates arbeiten.

Das AAC-Format tritt in verschiedenen Profilen auf. Das verbreitetste Profil ist das LC (Low Complexity)-Profil. Weniger bekannte Profile und zudem bezüglich der Lizenzkosten teurer sind das Main Profile und das LTP (Long Term Prediction) - Profil. Die beiden letztgenannten rücken auch wegen ihrer geringeren Klangqualität im Vergleich zum LC-Profil in den Hintergrund.

Das AAC-Format wird heute vorwiegend wegen des integrierten DRM-Systems, dem sogenannten Digital Rights Management-System, verwendet. Dies ist ein System, womit die Nutzungsrechte der User eingeschränkt werden können. Es wird verhindert, dass Musikdaten unkontrolliert weitergegeben werden können. Zudem kann festgelegt werden, dass ein Musikstück zum Beispiel nur vier oder fünf mal abgespielt wird. Danach müsste für ein erneutes Anhören eine Gebühr bezahlt werden.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der AAC-Formate ist die Kompression, die ähnlich wie bei MP3 funktioniert. Auch Archivierungen von Musikdateien können mit dem AAC-Audioformat getätigt werden. Es besitzt ein eigenes Tagging-System, mit dem Informationen über Künstler, Titel oder Alben abgespeichert werden können. Hierzu benötigt man jedoch einen kompatiblen Encoder. Gute Encoder, die gute Kompressionen mit hochwertiger Klangqualität erzeugen, sind der Liquifier von Liquid Audio oder der Psytel-AAC.

Ein alternatives Dateiformat ist beispielsweise MP3, welches im Gegensatz zum AAC-Format von vielen Softwareplayern auch ohne vorheriges AAC umwandeln unterstützt wird.